Eine vertraute Stimme ist verstummt. Traurig nehmen wir Abschied von

Claudia Hansmann
* 1. Mai 1940  † 30. März 2022

Unser Beileid gilt Ihrer Familie und all ihren Nächsten.

Sie wurde in Sindelsdorf (Bayern) geboren, absolvierte in der zweiten Hälfte der 1950er-Jahre eine Ausbildung zur Mediengestalterin und widmete sich anschließend ihrer Ausbildung zur Schauspielerin an der Otto-Falckenberg-Schule in München (1960–1962), wo sie sich in ihren Mitschüler Sepp Strubel verliebte. Während ihres Engagements als Volksschauspielerin am Komödienstadel (1963–1967) heiratete sie Sepp (1964) und die beiden gemeinsamen Kinder kamen zur Welt (Florian *1964 und Veronika *1966).
1965 war sie zudem in der Rolle der Leni im Film »Das Bohrloch oder Bayern ist nicht Texas« zu sehen, einer »antibayerischen« Satire von Rainer Erler, bei deren Ausstrahlung sich der BR aus der ARD ausklinkte. Im selben Jahr fand sie durch ihren Mann auch den Weg zur Augsburger Puppenkiste, für deren Fernseh-, Bühnen- und Hörspielproduktionen sie bis 1988 in nicht weniger als 55 Rollen zu hören war. Die wohl berühmtesten Produktionen mit ihrer Beteiligung sind »Urmel aus dem Eis«, »Der Löwe ist los«, »Die kleine Hexe«, »Die Opodeldoks« und »Kater Mikesch«, in denen sie Bubenrollen sprach. Nicht vergessen werden darf auch die Frau Rotkohl in den »Sams«-Filmen. Außerdem wird vielen die Puddingbrumsel aus »Katze mit Hut« in guter Erinnerung sein – oder die Weltraummaus aus »Fünf auf dem Apfelstern«.
Auch als Schauspielerin war sie weiterhin im Fernsehen aktiv. Zum Beispiel in der Serie »Graf Yoster gibt sich die Ehre« (SWF). In der ersten Hälfte der 1970er eröffnete sie dennoch ein Antiquitätengeschäft in Sasbachwalden, mit dem sie später nach Bühlertal und zuletzt nach Bühl umzog und für das sie alle angebotenen Möbel in der eigenen Werkstatt selbst restaurierte. Dieser Tätigkeit blieb sie treu bis sie das Rentenalter erreicht hatte, fand aber dennoch immer wieder Zeit für Schauspiel-Engagements, wie z. B. am Kammertheater Karlsruhe. Zuletzt lebte sie in Tübingen.

Ihre Kinder beschreiben Sie wie folgt: Sie war eine überaus starke Persönlichkeit, war witzig (mit besonderem Hang zu Kalauern), warmherzig und fühlte sich immer in der Verantwortung, sozial am Rande stehende Menschen zu unterstützen, was sich z. B. in ihrer lebenslangen Unterstützung der SOS-Kinderdörfer und spontaner Großzügigkeit gegenüber Obdachlosen äußerte.

Für uns, die wir sie leider nicht so gut kannten, steht fest, dass die Welt einen sehr wertvollen Menschen verloren hat. – Lasst uns zum Abschied noch einmal ihrer Stimme lauschen! (oben auf Start drücken)
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