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Film & Fernsehen | 1972
Wir Schildbürger



Erstausstrahlung: Mo., 28.05.1973
18:00–18:15 Uhr
Deutsches Fernsehen
Gesamtlaufzeit (PAL):189′37″
Bild:4:3 in Farbe
Konservierung:Vollständig erhalten
Buchvorlage: frei nach Gustav Schwab
Drehbuch: neu erzählt von Wolfgang Kirchner
bearbeitet von Manfred Jenning
Regie: Manfred Jenning
Puppenbau: Hannelore Marschall-Oehmichen
Entwürfe/ Figurinen: Hans Joachim Strehlow 1
Bühnenbild: Hannelore Ammann-Radetzky
Bühnenbild-Assistenz: Hermann Kopp
Musik: Erich Ferstl
Ton: Rudi von Heeringen
Walter Blaß
Otto Gerber
Kamera: Elmar Schönecker
Friedrich Müller
Filmschnitt: Monika Solzbacher
Dorothée Arend
Regie-Assistenz: Margot Schellemann
Produktion: Telefilm Saar GmbH
im Auftrag der Werbefunk Saar GmbH
Inhaltsangabe:
Der Chronist und Stadtschreiber der Gemeinde Schilda schreibt das Jahr 1622, als in der Stadt der Zorn der weiblichen Bevölkerung wächst. Abgesehen von ihm, dem Pfarrer und dem Torhüter sind nämlich alle Männer auf Reisen. Da sich die Schildbürger eines ausgezeichneten Rufes erfreuen, wurden sie von den hohen Herren der Welt in ihre Dienste aufgenommen.
Nun wollen die Frauen von Schilda jedoch nicht länger auf die Gegenwart ihrer Männer verzichten und entsenden den Stadtschreiber mit einer eindringlichen Aufforderung heimzukehren zu ihren Gatten. Die Nachricht aus der Heimat wird von diesen mit Besorgnis aufgenommen und tatsächlich kommen alle sofort zurück.
Die sechs Ratsherren der Stadt beraten sogleich, was zu unternehmen sei, damit die Schildbürger künftig in Frieden in Schilda bleiben können. Die rettende Idee hat schließlich der Schweinehirt Georg Christian Tröltsch: Da die Klugheit und das Geschick der Schildbürger der Grund für ihre Abwesenheit waren, beschließt man, sich fortan närrisch und dumm anzustellen. So dürfte kaum ein fremder Herr Interesse daran haben, einen Schildbürger an seinen Hof zu holen. Also geschieht es, dass die Schildbürger fortan die größten Dummheiten begehen, die je ein Mensch erlebt hat.
Als 1624 ein Besuch des Kaisers Ferdinand II. durch dessen Gesandten von Bomsdorff angekündigt wird, hat der gute Ruf der Schildbürger bereits mächtig gelitten. Der Kaiser, geplagt von den Sorgen des Dreißigjährigen Krieges, sieht dem Besuch der Stadt jedoch gerade deswegen freudig entgegen. Er hofft ein wenig Zerstreuung durch die Narrheit der Bürger von Schilda zu finden … und wird nicht enttäuscht. Schon die Begrüßung durch die Bevölkerung und den kurzerhand zum Bürgermeister gewählten Schweinhirten Tröltsch ist mehr als ungewöhnlich und hebt die Laune des Herrschers.
Durch den Kaiser vom Dienst an der Waffe befreit, erlebt Schilda auch in den folgenden Jahren den Krieg nur aus der Ferne. Dies hindert den hochweisen Rat der Stadt jedoch nicht, beunruhigt durch die Berichte von Reisenden, so manche närrische Vorsichtsmaßnahme zu treffen. Der junge Sixt Ölhafen lässt sich sogar kurzzeitig anwerben um zu beweisen, wo ein Schildbürger das Herz hat. Ansonsten wird Schilda jedoch nicht von Kriegsgräuel heimgesucht. Besucht wird die Stadt vielmehr. Von einer englischen Gruppe reisender Schauspieler nämlich, die mit ihrer Aufführung des Stücks »Romeo und Julia« Gemüter und Gefühle in Wallung bringen, aber auch von einem Wanderer namens Erhard Schürstab, dessen »Maushund« der Stadt im Jahr 1632 zum Verhängnis werden soll.

Informationen:
1972 drehte die Augsburger Puppenkiste zusätzlich zu ihrer Produktion mit dem HR die dreizehnteilige Serie Wir Schildbürger. Da die Theaterferien bereits für den HR-Dreh verplant waren, musste die Produktion der Telefilm Saar während der Spielzeit entstehen. Das Theaterfoyer stand also für die Filmaufnahmen nicht zur Verfügung. Der Dreh wurde daher in die angrenzende altkatholische Kirche verlegt. Deren Pfarrer hielt seine Messen in den Folgewochen in der Puppenkiste ab. Dies war möglich, da der Theatersaal ursprünglich die Spitalskapelle gewesen war – und somit geweihter Boden. In der Kirche wurde indessen die Kanzel fortgeräumt, um den Spielbrücken, Kulissen und technischen Einrichtungen Platz zu machen. Unter den Ensemblemitgliedern verbreitete sich daher bald das Wort von der »göttlichen Komödie« für die Produktion, die mit Ausnahme des Pfingstmontag (11.6.) zwischen dem 28.5. und dem 27.8.1973 jeweils montags ab 18:00 Uhr im Regionalprogramm der ARD für das Saarland (SR) gesendet wurde. Die Serie war somit nur in Teilen Deutschlands empfangbar.

Episodentitel (Erstausstrahlung - Laufzeit):
1. Folge: Die Weisen von Schilda (Mo., 28.05.1973 • 18:00–18:15 Uhr • 14′38″)
2. Folge: Wie die Schildbürger ein Rathaus bauen (Mo., 04.06.1973 • 18:00–18:15 Uhr • 14′24″)
3. Folge: Das Salzkraut (Mo., 18.06.1973 • 18:00–18:15 Uhr • 14′29″)
4. Folge: Vom Schweinehirt zum Bürgermeister (Mo., 25.06.1973 • 18:00–18:15 Uhr • 14′34″)
5. Folge: Der Besuch des Kaisers (Mo., 02.07.1973 • 18:00–18:15 Uhr • 14′27″)
6. Folge: Ein Pelz für die Frau Bürgermeisterin (Mo., 09.07.1973 • 18:00–18:15 Uhr • 14′32″)
7. Folge: Wenn ein Schildbürger den Kopf verliert (Mo., 16.07.1973 • 18:00–18:15 Uhr • 14′17″)
8. Folge: Die große Wurst (Mo., 23.07.1973 • 18:00–18:15 Uhr • 14′34″)
9. Folge: Wo ein Schildbürger das Herz hat (Mo., 30.07.1973 • 18:00–18:15 Uhr • 14′21″)
10. Folge: Die versenkte Glocke (Mo., 06.08.1973 • 18:00–18:15 Uhr • 14′32″)
11. Folge: Der Fremde mit der Schere (Mo., 13.08.1973 • 18:00–18:15 Uhr • 14′44″)
12. Folge: Träume einer Schildbürgerin (Mo., 20.08.1973 • 18:00–18:15 Uhr • 15′05″)
13. Folge: Der Maushund (Mo., 27.08.1973 • 18:00–18:15 Uhr • 15′00″)
Figuren und Sprecher:
Chronist und Stadtschreiber von Schilda
Walter Laugwitz
Pfarrer Frommel
Manfred Jenning
Ratsherr Alois Mörtel, Bauunternehmer
Herbert Meyer
Maharadscha Arun Asif Ali
Manfred Jenning
Kaiser Ferdinand II.
Klaus Martin Heim
Ratsherr Georg Christian Tröltsch, Schweinehirt
Walter Oehmichen
des Kaisers Kriegsminister von Bomsdorff
Arno Bergler
Hahnenwirtin
Margot Schellemann
Josefine Tröltsch
Rose Oehmichen
Herr Schabenkäs, Dieb und Zechpreller
Hanns-Joachim Marschall
Amalie Winter
Gerlind Ohst
Apollonia Blasbalg
Christel Peschke
Hans Bös, Torwart
Max Bößl
Herr Zundel, Feuerwehrhauptmann
Klaus Martin Heim
Ratsherr Muffel, Schneidermeister
Ernst Ammann
Ratsherr Eseler, Tuchhändler
Hanns-Joachim Marschall
Ratsherr Schweinichen, Metzgermeister
Arno Bergler
Ratsherr Schopper, Weinhändler
Sepp Wäsche
Hahnenwirt
Gotthard Ebert
Nachwächter
Dr. Erich Ziemann
Frau Ölhafen
Inge Conradi
Kuh (Florinde, die Kuh des Bürgermeisters)
Walter Oehmichen (Sepp Wäsche)
Gockel
Walter Oehmichen
Schaf
Ernst Ammann
Sixt Ölhafen
Bernd Rumpf
Meister Winter, Pelzhändler
Gerhard Jentsch
Jörg Gröbel, fahrender Salzhändler
Dr. Erich Ziemann
Salzacker-Hütejunge
Christel Peschke
Feuerwehrmann 1
Hanns-Joachim Marschall
Jakob Lederer, Türmer
Dr. Erich Ziemann
Stupfi, das Schwein der Tröltschs
Hanns-Joachim Marschall
Herr Stichling, Fischhändler
Hermann Kopp
Dionys Blasbalg, Töpfergeselle
Max Bößl
kaiserlicher Kutscher
(stumm)
Prinz Ferdinand III.
Manfred Jenning
Bertha, Tocher des neuen Schweinehirten
Antje Büttner
Student Krempel
Hans B. Goetzfried
Student Strigel
Hanns-Joachim Marschall
Student Zänker
Max Bößl
Hund
Manfred Jenning
Frau Schweinichen
Margot Schellemann
Nachbarin der Schweinichens
Rose Oehmichen
Herr Fackeldey, Töpfermeister
Ernst Ammann
Feuerwehrmann 2
Ernst Ammann
kleines Mädchen
Gerlind Ohst
Frau Zundel
Rose Oehmichen
Korporal Mildschütz
Ernst Ammann
Frau Bös, Baderin
Margot Schellemann
General Wackerbarth
Sepp Wäsche
Langer, Soldat
Hermann Kopp
Kleiner, Soldat
Max Bößl
Hungriger, Soldat
Herbert Meyer
Bauer
(stumm)
Landstreicher
Manfred Jenning
Mädchen
Christel Peschke
Richter
Gotthard Ebert
Tybald
Sepp Wäsche
Mercutio
Arno Bergler
Romeo
Bernd Rumpf
Julia
Gerlind Ohst
betrunkener Schildbürger
Manfred Jenning
Magd der Apollonia Blasbalg
Margot Schellemann
Knecht der Apollonia Blasbalg
Herbert Meyer
Erhard Schürstab, Wandersmann
Gerhard Jentsch
»Maushund« (eine Katze)
Margot Schellemann
Produktionsdaten:
1. Quartal 1971: Wolfgang Kirchner stellt seine Dreh- und Dialogbücher fertig
01.04.1971: Vorbesprechung zwischen Walter Oehmichen, Manfred Jenning sowie Emil Zalud und F. Feth von der Telefilm Saar
Anfang Juni 1971: Besprechung über Umfang des technischen Aufwands vor Ort in Augsburg
12.07.1971: Vertragsentwurf für Jennings Mitwirkung bei der Produktion
07.08.1971: Jenning bittet die Telefilm Saar um diverse Änderungen im Vertrag, die seine Beteiligung exakter spezifizieren
27.09.1971: die Telefilm Saar teilt Jenning mit, dass Harald Schäfer die Regie übernehmen wird und Jenning also nur noch für die Drehbücher verantwortlich ist.
15.11.1971: neuer Vertragsentwurf für Jennings Mitwirkung bei der Produktion
16.11.1971: Jenning lehnt den Vertrag ab und bittet um Änderungen
19.12.1971: Fertigstellung der Drehbücher zu den ersten fünf Folgen
29.12.1971: weitere Drehbücher sind fertig
03.01.1972: Jenning sendet die letzten noch fehlenden Drehbücher ab
07.01.1972: neuer Vertragsentwurf für Jennings Mitwirkung bei der Produktion – der Vertrag umfasst nun neben der Erstellung des bereits fertigen Produktionsdrehbuchs wieder die Regie
08.01.1972: Jenning lehnt den Vertrag ab und bittet um Änderungen
10.–18.01.1972: Tonaufnahmen mit Sprechern unter der Regie von Jenning
06.–08.02.1972: Tonschnitt
14.02.–24.04.1972: Dreharbeiten in Augsburg (mit Unterbrechungen)
29.05.1972: Dreharbeiten »Stadtmodell« in Saarbrücken
12.06.1972: neuer Vertragsentwurf für Jennings Mitwirkung bei der Produktion als Autor und Regisseur bis zum Ende der Fertigung
17.07.1972: Manfred Jenning unterzeichnet den Vertrag
18.09.1972: Margot Schellemann spricht mit der Telefilm Saar einen Zeitplan für die Postproduktion ab
31.10.1972 ff.: Geräuschaufnahmen
27.11.–01.12.1972: Mischung in Saarbrücken


Der Chronist wird von Torhüter Hans Bös über den Brief ausgefragt, den er den heimatfernen Schildbürgern bringen soll.
[© Fotostudio Meile]

Die heimgekehrten Ratsherren beraten, was zu tun sei, damit sie künftig unbehelligt in Schilda bleiben können. (v.l.n.r.: Weinhändler Schopper, Metzger Schweinichen, Schweinehirt Tröltsch, Bauherr Mörtel, Schneidermeister Muffel und Tuchhändler Eseler)
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Die Schildbürger haben den Bau eines Rathauses beschlossen und beginnen mit der Errichtung. (v.l.n.r.: Ratsherr Georg Christian Tröltsch, Student Zänker, Feuerwehrhauptmann Zundel)
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Alle Schildbürger helfen tatkräftig beim Bau. (v.l.n.r.: Schweinehirtin Bertha, der Salzackerhütejunge, Student Strigel, Frau Schweinichen, Hans Bös, Fischer Stichling, Töpfermeister Fackeldey)
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Der Wirt »Zum Roten Hahn« und seine Gattin wittern ein gutes Geschäft – der Bau des Rathauses ist schweißtreibend und macht Durst, der gelöscht sein will – und Wasser tut's freilich nicht.
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Verzweifelt fangen die Schildbürger in der Mittagszeit Licht mit Körben und Eimern, um es ins finstere Rathaus zu tragen. (v.l.n.r.: Zundel, Zänker, Stichling, Bertha, Hahnenwirtin)
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Als man den Zechpreller Schabenkäs seiner Verbrechen wegen hängen will, rät dieser die Dachpfannen am Rathaus abzuheben, um das Licht einzulassen.
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In der Winterzeit lässt sich der fahrende Salzhändler Jörg Gröbel seine Dienste besonders teuer bezahlen.
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Zum Empfang des Kaisers spielt die Feuerwehrkapelle unter Leitung von Hauptmann Zundel auf.
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Ganz Schilda ist zum Empfang des Kaisers auf den Beinen … halb geritten und halb gegangen. (v.l.n.r.: Hans Bös, Hahnenwirtin, Meister Winter, Hahnenwirt, Sixt Ölhafen, Bertha, Krempel)
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Die Schweinemagd Bertha erkennt recht bald: Immer nur zuhören und selber den Mund halten? – Nein, Gattin des kaiserlichen Thronfolgers mag sie nicht werden!
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Erheitert und zufrieden verlassen der Kaiser und sein Sohn die Stadt wieder.
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Die Feuerwehr wurde von der großen Wurst bei einer Löschübung im Wirthaus »Zum Roten Hahn« überrascht und kann nun nur noch den eigenen Durst und sonst keinen Brand mehr löschen.
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Korporal Mildschütz vom kaiserlichen Dragonerregiment möchte in Schilda freiwillige Soldaten anwerben und spricht darum zunächst beim Bürgermeister vor.
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»Wir geben nichts!« entscheidet der vielbeschäftigte Bürgermeister Georg Christian Tröltsch in seiner Weisheit, während er von der Baderin Bös gerieben und gekratzt wird.
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Der Bürgermeister überzeugt den Stadtpfarrer Frommel von der Notwendigkeit, die Kirchturmglocke von St. Daniel herunterzuholen und zu verstecken bis die Kriegszeiten vorüber sind.
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Des Bürgermeisters Vetter Mörtel sorgt für den Abtransport der Glocke.
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Der Fischhändler Stichling, die Witwe Apollonia Blasbalg, der Ratsherr und Metzgermeister Schweinichen, der Ratsherr und Weinhändler Schopper sowie der Töpfermeister Fackeldey bieten auf dem Marktplatz ihre Waren an, als der merkwürdige Fremde mit der Schere auftaucht.
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Apollonia Blasbalg berichtet Feuerwehrhauptmann Zundel von ihrem Plan mit dem Verkauf von Eiern in kürzester Zeit ein kleines Vermögen zu erwirtschaften.
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Der Wandersmann Erhard Schürstab und sein »Maushund«.
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Schilda steht in Flammen. Geistesgegenwärtig bringt Feuerwehrhauptmann Zundel den kostbaren Spritzenwagen in Sicherheit.
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Weitere Informationen:
Die 35mm-Filme zu dieser Serie gingen der Produktionsfirma Telefilm Saar irgendwann verloren. Lediglich eine Kopie des Bildmaterials ohne Ton auf 16mm lag dort 2004 noch vor. Bei dem VHS-Label VPS in München konnten allerdings noch MAZ-Kopien der Serie aus den 80er Jahren gefunden werden. Diese Bänder wurden 2006 von Matthias Böttger entliehen und von der hrMEDIA digital gesichert. Da die Bildqualität des Materials eine Auswertung auf DVD nicht zuließ, beendete das Label jedoch seine Bemühungen um die Serie.
Mit freundlicher Genehmigung der hrMedia übernahm Böttger den von den MAZ-Bändern gewonnenen Ton und bemühte sich bei der Telefilm Saar um die Filmkopie auf 16mm. Als die Firma zwei Jahre später vor ihrer Liquidation stand, überstellte man ihm das Bildmaterial, da dieses ohne Ton wertlos gewesen und daher vernichtet worden wäre. Nach der digitalen Sicherung der Filme führte Böttger das Originalmaterial und die digitale Kopie mit Ton an die Telefilm Saar zurück, welche sie nun an die Muttergesellschaft Werbefilm Saar überstellte, da das Material wieder vollständig und somit verwertbar war.
Schon im Folgejahr ergab sich eine erste Gelegenheit der Auswertung, als das DVD-Label Pidax Film Interesse an der Serie bekundete. Frank Biede, ein Fachmann für digitale Filmrestaurierung, unterzog das Bild- und Tonmaterial zu diesem Zweck einer sorgsamen Restaurierung, welche auch die Entfernung des deutlich sichtbaren Filmkorns einschloss.
Der Erhaltungsstatus der Serie Wir Schildbürger konnte somit im Sommer 2009 von »beschädigt und teilweise verloren« auf »vollständig erhalten« geändert werden. Im Oktober des gleichen Jahres erschien die Serie auf DVD und wurde dem Publikum so erstmals seit 1973 wieder komplett zugänglich gemacht.

   1 entwarf die Puppen
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