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Film & Fernsehen | 1954
Das Geheimnis des Erfolges



Erstausstrahlung: unbekannt
Kino
Laufzeit (PAL):12′32″
Bild:4:3 in Farbe
Konservierung:Vollständig erhalten 1
Drehbuch: Wolff von Gordon
Regie: Walter Oehmichen
Gestaltung: Günther Hundertmark
Kamera: Otto Giesner
Produktion: Aktiengesellschaft für Filmfabrikation, Wiesbaden
i. A. von Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft
Inhaltsangabe:
Eine Blaskapelle spielt zur Polka auf. Die gute Mutter Erde ruft: »Erwacht, der Frühling bricht an!« Kleine Männchen krabbeln schlapp und traurig aus dem Boden. Die kleinen Gestalten heißen Humus, Kalifrau, Magnesia und Stickstoffmann. Der Humus klagt, er sei krank, weil es zu sauer gewesen sei, es müsse Kalk und Phosphat her. Die Kalifrau jammert über ihre schwachen Beine. Auch Magnesia und der Stickstoffmann sind schwach, weil ihnen Kalk und Phosphat fehlen. Die Mutter Erde rät: »Gebt durch den Rundfunk bekannt, Phosphor und Kalk fehlen dem Land.« Eine Zeichentricksequenz zeigt eine hügelige Landschaft, darüber die Schrift »Superphosphat und Kalk fehlen dem Land«. Der Landfunk sendet den Hilferuf der Mutter Erde. In einer Bauernfamilie, Vater, Mutter und Sohn, wird über die schlechte Ernte des letzten Jahres diskutiert. Der Sohn weiß den Ausweg: Das Lohnkalken! Mit modernen Maschinen und gut eingearbeiteten Leuten werden Kalk, Phosphat und Kali auf die Felder der Bauern gebracht. Der Sohn des Bürgermeisters bringt auch schon das Düngemittel. Mit einer kleinen Maschine fährt er übers Feld und bringt den Dünger aus, ganz gleichmäßig. Die Männer sehen staunend zu. Jetzt kann der Boden richtig aufatmen. Kalk und Phosphat machen den Boden wieder fit. Die Pflanzen wachsen schnell aus dem Boden, die Blätter an den Obstbäumen sprießen und das Obst wächst. Alles rundherum wächst und gedeiht. Äpfel und Birnen unterhalten sich nach einem Gewitter. Wie kräftig sind sie doch geworden. Äpfel und Birnen haben Gesichter. Die Rübe und der Weizen, auch mit Gesichtern, sind hoch zufrieden, denn sie stehen voll im Saft. Zum Schluß tanzen die kleinen Helfer des Bodens lustig umher und singen ein Loblied auf den Dünger.2

Informationen:
Dieser Werbekurzfilm war die erste Filmproduktion mit der Augsburger Puppenkiste und ihre zweite Arbeit vor Kameras überhaupt. Er basierte auf dem im Mai 1953 erstmals aufgeführten gleichnamigen Werbespiel, war jedoch etwas kürzer als die Bühnenfassung (weshalb einige Figuren im Film nicht vorkommen).

Figuren und Sprecher:
Für die Verfilmung des Werbespiels wurde eine neue Bandaufnahme mit Schauspielern und Sprechern angefertigt. Aus den Reihen des Ensembles der Augsburger Puppenkiste kamen nur Walter und Rose Oehmichen sowie Walter Schellemann zum Einsatz.
Herold (hoch zu Ross)
Walter Oehmichen
Mutter Erde
Rose Oehmichen
Humus, der Wurzelmann
Kalifrau
Magnesia
Stickstoffmann
Walter Schellemann
Wurm
Käfer
Bakterien (11 an der Zahl)
Sprecher des Landfunks (nur Stimme)
Bauer und Bürgermeister
Jungbauer
Frau des Bauers
Ortslandwirt
Ackergaul
(stumm)
Gockel
(stumm)
Ziege
Lohnkalker auf kalkausbringender Maschine
(stumm)
Kalkmännchen
Superphosphatmännchen
Birnbaum
Apfelbaum
Frau Rübe
Rose Oehmichen
Herr Weizen
Hase
(stumm)
Düngersäckeballet (22 an der Zahl)
Kuh
(stumm)
Kalb
(stumm)
Produktionsdaten:
07.01.1954: Aufbau Reisebühne in einem Atelier in Augsburg
12.01.1954: 8:45 Uhr Drehbeginn
13.01.1954: 10 Uhr Drehbeginn
14.01.1954: 9 Uhr Drehbeginn
15.01.1954: 10 Uhr Drehbeginn
16.01.1954: 9 Uhr Drehbeginn
18.01.1954: Abbau Reisebühne


Der Herold begrüßt das Publikum
[© Bundesarchiv Filmarchiv, Screenshot]

Mutter Erde und Humus der Wurzelmann
[© Bundesarchiv Filmarchiv, Screenshot]

Jungbauer, Bäuerin und Bauer in der Stube
[© Bundesarchiv Filmarchiv, Screenshot]

Der Bauer und der Ortslandwirt auf dem Feld
[© Bundesarchiv Filmarchiv, Screenshot]

Herr Weizen und Frau Rübe, die bei den Hasen hoch im Kurs steht – »Man hat's ja, man kann's ja. Was soll man da geizen! Kalk und Phosphat, das macht's Herr Weizen!«
[© Bundesarchiv Filmarchiv, Screenshot]

Die Düngersäcke singen und tanzen zum Schluß …
[© Bundesarchiv Filmarchiv, Screenshot]

… und alle Helfer stimmen mit ein. Zuvorderst das Kalkmännchen, das Superphosphatmännchen und der Stickstoffmann.
[© Bundesarchiv Filmarchiv, Screenshot]
Bezüge zu anderen Produktionen:

Ist die Verfilmung von
A) 1953: Das Geheimnis des Erfolges

   1 Eine Kopie auf AGFA Color lagert im Bundesarchiv Filmarchiv
   2 Inhaltsangabe des Bundesarchiv Filmarchiv auf Grundlage einer Sichtung
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