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Film & Fernsehen | 1954
Die chinesische Nachtigall



Erstausstrahlung: Do., 19.08.1954
21:00–22:00 Uhr
NWDR Fernsehen
Laufzeit (PAL):ca. 60′
Bild:4:3 in Schwarz/Weiß
Konservierung:Nicht erhalten, da Live-Sendung
Buchvorlage: Hans Christian Andersen
Bearbeitung: Walter Oehmichen
Inszenierung: Walter Oehmichen
Fernseh-Regie: Fritz Umgelter
Puppenbau: Walter Oehmichen
Kostüme: Rose Oehmichen
Bühnenbild: Ernst Ammann
Musik: Bernhard Stimmler
Produktion: Hessischer Rundfunk
Inhaltsangabe:
Der Kaiser von China besitzt ein solch prachtvolles Reich, dass in der ganzen Welt Bücher darüber geschrieben werden. Das schönste von allem in diesem Reich – so meint jedoch der Kaiser von Japan bei einem Besuch – sind nicht der Palast aus Porzellan, nicht die Terassen aus rotem Marmor, nicht die gewaltigen Bäume in dem großen Garten. Das schönste ist der Gesang einer kleinen Nachtigall, die jedermann mit ihren zauberhaften Klängen berührt.
Als das dem Kaiser zu Ohren kommt, ist dieser betrübt darüber, dass er selbst nie den kleinen Vogel hat singen hören und lädt ihn zu sich in den Palast ein. Die Nachtigall fühlt sich geehrt und kommt gern. Und tatsächlich: Ihr Gesang rührt auch den Kaiser zu Tränen, weshalb dieser sie einlädt, bei ihm zu bleiben.
Eines Tages jedoch kommt jemand auf die Idee, eine Spieluhr in Form einer Nachtigall zu bauen, die eine ebenso anrührende Musik zu spielen vermag und recht bald gerät die lebendige Nachtigall in Vergessenheit und zieht sich zurück. Fortan singt nun die künstliche Nachtigall im Palast und jedermann ist zufrieden, bis sie eines Tages abgenutzt ist und nicht länger jeden Tag gespielt werden darf. So kehrt wieder die Stille ein im Palast.
Die Jahre vergehen und die künstliche Nachtigall ruht auf einem Kissen neben des Kaisers Bett, wenn nicht gerade der eine Tag im Jahr ist, an dem sie zum Musizieren nach draußen getragen wird.
Schließlich ist der Kaiser alt und krank. Er ist bleich und müd, so dass seine Bediensteten ihn für tot halten und sich bereits dem neu gewählten Kaiser widmen. So ist niemand da, als plötzlich der Tod an des Kaisers Bett erscheint und ihm alles Gute aber auch alles Schlechte, das er in seinem Leben bewirkt hat, vor Augen führt. Freilich vermögen die sanften Stimmen, die von dem Guten berichten, die bitteren Stimmen, die ihm seine Schandtaten entgegenschreien nicht zu übertönen. So dass der Kaiser sich nichts sehnlicher wünscht, als etwas Musik, die die Stimmen überspielen soll.
Doch kein Diener ist da, keiner hört ihn und angesichts seiner Schwäche vermag er selbst die künstliche Nachtigall nicht mehr aufzuziehen. Und dennoch ertönt plötzlich Musik. Musik, so schön, dass selbst der Tod ihr verfällt und unverrichteter Dinge seines Weges geht. Die wirkliche Nachtigall hatte vom Leiden des Kaisers gehört und war gekommen, um ihn zu besuchen. Und mit jeder weiteren Note, die sie singt, findet der alte Kaiser seine Lebensgeister zunehmend wieder bis er wieder völlig genesen ist.


Figuren und Sprecher:
Das Mädchen Li Po
Hannelore Oehmichen
Die Nachtigall
Vera Beutel (Text)
Beatrix Laqua (Gesang)
Der Kaiser von China Ming Huang1
Walter Oehmichen
Der Oberkammerherr Tsing Pe
Hanns-Joachim Marschall
Der kaiserliche Oberbüchervorleser Thu Fu
Manfred Jenning
Der Kammerherr Schen Hung
Manfred Jenning
Der Unterkammerherr Yin
Heinz Jenning
Der Kammerherranwärter Fen
Max Bößl
Kühe (off)
Manfred Jenning
Walter Oehmichen
Frösche (off)
Manfred Jenning
Max Bößl
Der Oberhof-Zermonienmeister Tong
Manfred Jenning
Der Oberhofnachtigallenüberbringer
Walter Schellemann
Der Kunstvogel
Beatrix Laqua
Der kaiserliche Leibarzt
Manfred Jenning
Der Uhrmacher
Max Bößl
Der Tod
Manfred Jenning
Der neugewälte Kaiser Kuan-Yin
(stumm)
Produktionsdaten:
17.08.1954: Abfahrt nach Frankfurt um 7 Uhr
19.08.1954: live-Übertragung am Abend


Der Kaiser Ming Huang und der kaiserliche Oberbüchervorleser Thu Fu
[© Fotostudio Meile]

Der Kaiser Ming-Huang, der Zeremonienmeister, der Oberhofnachtigallenüberbringer und der Oberbüchervorleser bewundern den Kunstvogel
[© Fotostudio Meile]

Der Uhrmacher und das Mädchen Li-Po mit dem Kunstvogel
[© Fotostudio Meile]
Bezüge zu anderen Produktionen:

Ist die Verfilmung von
A) 1954: Die chinesische Nachtigall

   1 2 Figuren: A) jung; B) alt und krank
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