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Film & Fernsehen | 1954
Der Kleine Prinz (Kinderbücher für Erwachsene, Band I, zum 1. Mal)



Erstausstrahlung: Do., 04.03.1954
20:25–21:15 Uhr
NWDR Fernsehen
Laufzeit (PAL):ca. 50′
Bild:4:3 in Schwarz/Weiß
Konservierung:Nicht erhalten, da Live-Sendung
Buchvorlage: Antoine de Saint-Exupéry 1
Grete Leitgeb 2
Josef Leitgeb 3
Bearbeitung: Alfred Mühr
Inszenierung: Walter Oehmichen
Fernseh-Regie: Fritz Umgelter
Puppenbau: Walter Oehmichen
Hannelore Oehmichen
Kostüme: Rose Oehmichen
Bühnenbild: Carlo Schellemann
Musik: Bernhard Stimmler
Kamera: Horst Thürling
Produktion: Hessischer Rundfunk
Inhaltsangabe:
»Bitte … Zeichne mir ein Schaf!« – Mit diesen Worten reißt eine zarte helle Stimme den erschöpften Piloten »Saint-Ex« aus seinen verzweifelten Gedanken, denen er sich nach seinem Flugzeugabsturz in der Wüstenei der Sahara ergeben hatte. Die Stimme gehört einem kleinen blond gelockten, grün gewandeten Jungen, der dem Flieger von seinen Sorgen um das Schlechte im Leben berichtet. Der Pilot fühlt sich an Lehren und Erfahrungen seiner Jugend erinnert. Er zeichnet das gewünschte Schaf; einmal, zweimal, dreimal – doch mit keinem Entwurf ist das kleine Kerlchen zufrieden. Erst als es eine Kiste skizziert bekommt, in der sich das Schaf befinden soll, ist es glücklich. Kein Zeichner kann ein Schaf schließlich so schön zeichnen, wie die Phantasie es sich auszumalen versteht …
Im Folgenden beginnt der kleine Prinz dem langsam verdurstenden Flieger von seinem kleinen Planeten, seiner Rose, seiner wundersamen Reise zur Erde und seinen merkwürdigen Begegnungen zu erzählen. Durch die Augen des unschuldigen kindlichen Prinzen offenbart sich dem Flieger Wahrheit um Wahrheit über das Leben und die unsinnige Natur manchen menschlichen Strebens. So begreift auch er schließlich die Worte »Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.« und lässt den kleinen Jungen schweren Herzens seine Reise zurück zu dem kleinen Planeten und der »einzigen« Rose antreten, wenngleich er ahnt, dass das kleine Kerlchen dabei sein Leben lassen wird, während er selbst dank dessen Hilfe überleben und seine Maschine reparieren konnte.

Informationen:
Am 4. März 1954 erfolgte die Ausstrahlung des Stücks Der Kleine Prinz im Programm des NWDR Fernsehens durch den Hessischen Rundfunk. Die Sendung begann um 20:25 Uhr4 und dauerte bis ca. 21:15 Uhr.5
Der Schauspieler Friedrich Schoenfelder spielte den Flieger »Saint-Ex«. Während einigen Szenen stand Schoenfelder jedoch getrennt von den Puppen vor der Kamera. Da er sehr viel Freude an diesem Projekt hatte, erinnerte er sich bei einem Gespräch am 6. Oktober 20086 noch deutlich, dass er und die Puppenspieler mit ihren Figuren zuweilen in verschiedenen Studios agierten. Die beiden Kamerabilder wurden in solchen Szenen übereinandergelegt ausgestrahlt.

Figuren und Sprecher:
Der Flieger »Saint-Ex« (Schauspieler)
Friedrich Schoenfelder
Der Kleine Prinz
Die Rose
Hannelore Oehmichen
Der König
Der Eitle
Der Säufer
Der Geschäftsmann
Der Laternenanzünder
Der Geograph
Der Stationsvorsteher
Du-Pi-Verkäufer
1. Wildgans
(stumm)
2. Wildgans
(stumm)
Eine Ratte
(stumm)
Ein Maikäfer
(stumm)
Die Schlange
Rose Oehmichen
Rosengarten
Der Fuchs
Manfred Jenning
Produktionsdaten:
21.–23.02.1954: Bandaufnahme
25.–26.02.1954: Bandaufnahme
02.03.1954: 8 Uhr Abfahrt nach Frankfurt, dort Aufbau Reisebühne
03.03.1954: 9 Uhr + Nachmittags Probe
04.03.1954: vormittags Hauptprobe, nachmittags Generalprobe und 20:25 Uhr Sendung
05.03.1954: nach Demontage der Reisebühne Rückfahrt nach Augsburg


Während der Kleine Prinz von seiner Reise berichtet, wird das Gesicht des Fliegers (Friedrich Schoenfelder) eingeblendet, wenn dieser die Schilderung mit einer Frage oder einem Kommentar unterbricht.
[© Fotostudio Meile, Foto Filipp, Matthias Böttger]
Bezüge zu anderen Produktionen:

Ist die Verfilmung von

Ältere und jüngere Verfilmungen dieses Stoffes
A) 1954: Der Kleine Prinz (Kinderbücher für Erwachsene, Band I, zum 2. Mal)
B) 1962: Der Kleine Prinz

Allgemeiner/ Informativer Bezug zu einer Fernsehproduktion
A) 1994: Jim Knopf, Urmel & Co. – 40 Jahre Augsburger Puppenkiste im Hessischen Rundfunk

   1 Le Petit Prince wurde erstmals 1943 bei Editions Reynal & Hitchcock in den Sprachen Französisch und Englisch verlegt.
   2 Übersetzung ins Deutsche; Publiziert 1950 durch den Karl Rauch Verlag in Düsseldorf
   3 Übersetzung ins Deutsche; Publiziert 1950 durch den Karl Rauch Verlag in Düsseldorf
   4 die Programmplanung (abgedruckt in Fernsehzeitungen) wurde eingehalten, wie Kalendereinträge von Puppenspielerin Margot Schellemann belegen
   5 ob die Programmplanung eingehalten wurde ist nicht überliefert
   6 Telefoninterview von Matthias Böttger
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